Goodbye Australia!

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I am turning into a housewife! Homemade Oreo Cookies anyone?!

In den letzten Wochen in Cairns aenderte sich leider nicht viel an der Rollenverteilung: Flo Broetchenverdiener, ich Hausfrau, allerdings hatte ich zumindest das kostenlose Sportprogramm an der Esplanade entdeckt und war somit ein wenig mit Zumba, Yoga und Bouldern beschaeftigt.

Und dann wurde es Zeit, uns von “Paschulke” zu verabschieden. Eine aeltere Frau hatte unseren Aushang am Markt gesehen und da sie ihr Haus verkaufen, in einem Van leben und Zitronenpfluecken gehen wollte (wieso nicht..?), kam ihr unser Auto sehr gelegen. Nachdem wir uns den australischen TUEV besorgt hatten, der zum Verkauf notwendig ist und den wir ohne grossartige Reparaturen erhielten, wechselte unser Heim auf Raedern zu seiner naechsten Besitzerin.

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Happy Lilly-dog reunited with Florian 🙂

Am 22.04. war es dann soweit, Cairns wieder zu verlassen. Zuvor hatten wir noch ein Paket mit gigantischen Ausmassen nach Deutschland geschickt, einen Sack mit noch guten Kleidern an ein Sozialkaufhaus gespendet und noch einen Sack mit Dingen weggeworfen. Unglaublich, was sich in einem Jahr so alles ansammeln kann!

Mit unseren immer noch 13kg und 15kg schweren Rucksaecken bestiegen wir morgens ein Flugzeug, nachdem uns unser Mitbewohner netterweise zum Flughafen gebracht hatte und hoben ab in Richtung Sydney. Von dort aus starteten wir die 3 1/2 stuendige Fahrt Richtung Canberra. Canberra? Schon wieder? Ehm… Ja! Der 22. ware Liams 20. Geburtstag gewesen und Linley veranstaltete eine Feier mit seinen Freunden und Verwandten, zu der wir auch eingeladen worden waren, wir hatten allerdings nie zugesagt und Linley im Glauben gelassen, dass wir zu dieser Zeit noch in Cairns sein wuerden, da Flo noch arbeiten muesse. Und somit waren alle sehr ueberrascht ueber unser ploetzliches Auftauchen und freuten sich, dass wir noch einmal vorbeischauten, bevor es Zeit fuer unsere Heimreise wurde.
Wir hatten einen wunderbaren (und kalten! Canberra hat teilweise einstellige Temperaturen, Cairns auch nachts nicht weniger als 20) Abend mit Lagerfeuer, Marshmellows und Barbeque und fielen nach einem langen Tag todmuede in unsere Betten.

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Getting colder here!

Auch die naechsten vier Tage verbrachten wir noch bei Linley, ihrem Freund Gweed und Keira, spielten fuer eine gefuehlte Ewigkeit Ball mit den Hunden, besuchten Liams Grab, trafen uns mit Flos ehemaligen Arbeitskollegen im Irish Pub, hatten Afternoon Tea mit Poppy in seiner Werkstatt, machten mit der ganzen Familie einen Ausflug nach Captains Flat, wo wir bei unserem letzten Besuch mit Linley und Liam waren, um die wahrscheinlich groessten Kuchenstuecke der Welt zu essen, besuchten am ANZAC Day (Australien feiert und gedenkt hiermit seinen Soldaten, die ihrem Land dienen) den Dawn Service, wo sich eine erstaunliche grosse Menschenmenge morgens um 5:30 versammelt und einigen Reden lauschen, bevor eine kurze Parade stattfindet und spielten Lasertag.

Dienstags, um 5 Uhr morgens war es dann leider auch schon wieder Zeit unsere australische Familie zu verlassen und zurueck nach Sydney zu fahren. Und was passiert natuerlich, nachdem man sein eigenes Auto ein Jahr lang unfall- und nahezu problemfrei durch Australien gesteuert hat? Dann, wenn man puenktlich irgendwo ankommen muesste, faehrt man in einen Nagel und endet mit einem platten Reifen auf dem Standstreifen des Highways. Ersatzreifen war vorhanden, jedoch kein Wagenheber und somit mussten wir auf den australischen ADAC warten, der eine Dreiviertelstunde spaeter eintraf und den Reifen innerhalb von 5 Minuten gewechselt hatte.
Den Flug hatten wir somit allerdings verpasst. Mit einer, nicht gerade geringen, Umbuchungsgebuehr konnten wir den Flug gluecklicherweise noch auf den naechsten Tag verschieben, was uns zu einer weiteren Nacht in Sydney zwang und den Aufenthalt in Zentralaustralien auf nur drei Tage verkuerzte, da fuer Freitag schon Anschlussfluege gebucht waren.
Zumindest fanden wir ein sehr schoenes Hotel und nachdem der Rezeptionist von unserer Lage Wind bekommen hatte, schenkte er uns sogar das Fruehstuecksbuffet (welches rieeesig war und normalerweise $33 pro Person kostet, habt ihr schon mal eine Pancakemaschine gesehen?!) fuer den naechsten Morgen dazu.
Unseren Nachmittag verbrachten wir damit, ein wenig durch die Einkaufsstrassen Sydneys zu wandern und trafen uns dann zum Abendessen mit Steven, der hierhin zurueckgekahrt war, um zu arbeiten und somit hatte der Tag sich doch noch halbwegs von seiner guten Seite gezeigt.

Vom Buffet vollgestopft, rollten wir uns am naechsten Morgen zum Flughafen und landeten am fruehen Nachmittag am Ayers Rock Flughafen.
Nachdem wir unseren Mietwagen eingesammelt hatten, fuhren wir auch schon zu Kata Tjuta, den Olgas, um zumindest die uebrige Zeit zu nutzen, so gut es ging.
Ich glaube, ich habe in meinem Leben noch nie so riesige Steine gesehen. Es ist wirklich unbeschreiblich, ich denke, am besten schaut ihr euch die Fotos selbst an, aber auch die kommen lange nicht an einen wirklichen Besuch heran. Da es schon Nachmittag und sehr warm war, entschieden wir uns, nur einen Teil des Valley of the Winds Walks zu machen, der nicht mit atemberaubenden Aussichten geizte.
Als wir am fruehen Abend zum Resort gelangten und ein leckeres Barbeque genossen hatten, mussten wir feststellen, dass vom $45 Jugendherbergsbett bis zum $500 Luxuszimmer alles ausgebucht war. Nun ja, wozu hatten wir ein Mietauto? Falls ihr allerdings jemals versucht habt, in einem Auto mit Polo-massen zu schlafen, wisst ihr vielleicht, dass das kein einfaches Unterfangen ist.

Zumindest machte es die Aufgabe leichter, um 5 Uhr wieder aus den Federn (oder vom Autositz) zu kriechen und uns auf den Weg zur Sonnenaufgangsplattform zu machen, wo wir einen spektakulaeren Sonnenaufgang beobachten konnten (dummerweise ist der nicht hinter dem Uluru… Du stehts praktisch in der Mitte zwischen der Sonne und dem riesigen Felsen und ja, er wechselt seine Farbe… Aber ein Blatt ist im Dunkeln auch eher so schwarz und dann dunkelgruen und dann mittelgruen :D) .

Weiter ging es zum Mala-Walk, wo wir uns einer gefuerten Gruppe anschlossen und ueber die Mala-Geschichte der Aboriginies hoerten und erfuhren, wie diese um den Uluru herum gelebt hatten. Zu unserem Glueck hatten wir einige Besucher dabei, die den Ayers Rock in den 70ern schon einmal besucht hatten und erfuhren, dass es damals, da die australische Regierung den Felsen aus den Haenden der Aboroginies genommen hatte und zum Nationalpark machte, moeglich war, direkt am Felsen zu campen, in die heiligen Staedten hineinzugehen und Fotos zu machen und sogar Felsstuecke mitzunehmen (darauf steht heute eine bis zu $8500 schwere Strafe!).

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“The Climb”

Wir sahen Felsmalereien, die Kueche, das Wasserloch und viele andere Stationen und waren um einiges Wissen reicher, als unsere Tour drei Stunden spaeter endete.

Die Kletterroute hinauf war an diesem Tag aufgrund eines starken Wind am Gipfel gesperrt und somit mussten wir uns gluecklicherweise nicht weiter mit der Frage auseinandersetzen, ob wir es tun sollten oder aus Respekt vor den Einheimischen lassen, da diese den Berg nur zu wichtigen Zeremonien besteigen und Besucher bitten, es nicht zu tun, unter anderem, da es bereits ueber 36 Todesfaelle (durch Herzinfarkte in der Hitze oder auch Stuerze) gegeben hatte und sie sich verantwortlich fuehlen, wo so etwas in ihrem Gebiet passiert13120765_1297402476955857_1960639578_o.
Da wir bis dahin immer noch nichts gegessen hatten, haetten wir den Aufstieg vermutlich sowieso nicht ueberstanden und somit begaben wir uns lieber ins Cultural Center, um einen Happen zu essen und uns die Austellungen und Informationstafeln anzuschauen.
Fuer die zweite Nacht hatten wir ein Jugendherbergszimmer ergattert und da wir doch ziemlich erledigt waren, wurde der Nachmittag fuer ein Schlaefchen genutzt, um dann ausgeruht den Sonnenuntergang zu geniessen.
Um den Abend (uebrigens unser letzter richtiger in Australien!) ausklingen zu lassen, hatten wir Tickets fuer das “Field of Light” gebucht, einem riesigen Lichterkunstwerk eines englischen Kuenstlers, das aus tausenden verschiedenfarbigen Laempchen besteht, die mitten im Stockdunkeln der Wueste gluehen und eine wunderschoener Atmosphere schaffen.

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Ausgeschlafen besuchten wir am naechsten Morgen noch eine gut gemachte Mischung aus Theater und Film, in der eine Geschichte der Aboriginies erzaehlt wurde und machten uns dann auf den Weg zum Flughafen, wobei es einige Tropfen regnete… Der Regen scheint uns wirklich sogar in die Wueste zu verfolgen! (Uebrigens: Tanken kostet hier im Nichts in etwa so viel wie in Deutschland ;))13128745_1297402396955865_749266169_o

Und das ist das Ende unserer Australien-Reise. Ein bisschen traurig sind wir schon, aber freuen uns, dass wir bald wieder zuhause sind. Wir haben viel gesehen und erlebt, tolle neue Erfahrungen gesammelt, aber auch einige traurige und unschoene Erlebnisse gehabt. Wir bereuen unsere Entscheidung fuer ein Auslandsjahr definitiv nicht und koennen es absolut nur empfehlen!

Jetzt wird es Zeit, langsam den Heimweg anzutreten. Aber davor wartet noch ein weiteres Land 😉 Mehr erfahrt ihr im naechsten Blog! -s

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ENGLISH
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Unfortunately the situation did not change much during the last weeks in Cairns: Florian was earning money and I was the housewife. At least I discovered the free sports program at the Esplanade and kept myself busy with zumba, yoga and rock climbing.

And then it was time to say goodbye to our “Paschulke”. An older woman had seen our advertisement at the markets and as she wanted to sell her house, live in a van and go lemon picking (why not…?) our van came just at the right time for her. After we organised a roadworthy, which is necessary to sell a car and that we got without any major fixes, our home on wheels started its life with its new owner.

On the 22nd April it was time to leave Cairns. But before, we sent a giant parcel to Germany, donated a bag with clothes to a charity market and still threw away another bag of things. Unbelieveble, what you collect in a year!

With our backpacks, that still had 13kg and 15kg we arrived at the airport where our flatmate had thankfully taken us to and flew to Sydney where we then drove down 3 1/2h to Canberra. Canberra? Again? …yes! The 22nd had been Liam’s 20. birthday and Linley had a big party with his friends and family to which we had been invited, too. Buuuut… We never confirmed that we were coming and left Linley thinking that we would still be in Cairns because Florian still had to work. And so everyone was surprised about our sudden arrival and was happy that we came back another time before the time for us came to go back home.
We had a wonderful (and cold! Canberra now has temperatures with only one digit, in Cairns it is still at least 20 degrees at nighttime) night with a bonfire, s’mores and barbeque and we were glad that we made the trip down 🙂

For the next four days we stayed with Linley, her boyfriend Gweed and Keira, played neverending ball games with the dogs, visited Liam’s grave, met Florian’s work mates at the Irish pub, had afternoon tea with Poppy at his workshop, went on a trip to Captains Flat with the whole family, where we had been with Linley and Liam during our last visit to eat the probably biggest pieces of cake in the whole world, went to the dawn service on ANZAC day and played lasertag.

On Tuesday, around 5am it was sadly time again to leave our Australian family and drive back to Sydney. And of course, what happens if you have driven your own car without any problems or accidents for a whole year through Australia? That one time, when you need to be somewhere on time, you drive into a nail and have to stop at the side of the highway. A spare tyre was there but no car jack and so we happened to wait 45 min for the NRMA who could exchange them in no longer than 5 minutes.
This led to missing the flight. With a, not really small, flight changing fee, we were able to change the flight to the next day and so we had to spend a night in Sydney and only had thfree days for Central Australia left. At least we found a nice hotel and after the receptionist had found our what happened, he even gave us the breakfast (which was huge and usually costs $33 per person, have you ever seen a pancake maschine?!) for the next morning for free.
We spent the afternoon walking up and down Sydney’s shopping streets and met with Steven, who came back here to work, for dinner and so the day was not all lost.

Full from breakfast the next morning we rolled ourselves to the airport at the next morning  and arrived at the Ayers Rok airport in the early afternoon.
After we picked up our rental car we immediately started our way to Kata Tjuta, the Olgas, to use at least the little time we had left.
I thinbk I have never seen such massive rocks ever in my life before. It is unbelievable and I suggest, you best look at the photos yourself but even they cannot capture how great it is to see it for real. Because it was already afternoon and very hot, we decided only to do a part of the Valley of the Winds walk which appeared to have magnificent views.
When we got to the resort in the early evening and enjoyed a delicious barbecue we had to learn that everything from the $45 dorm room to the $500 luxus suite was fully booked. Well, why did we have a rental car? If you ever tried to sleep in a car about as big as a Volkswagen Polo, then you might know that it is not an easy plan.
At least it made it easier to get up at 5am to drive to the sunrise area where we could see a spectacular sunrise (unfortunately it is not behind Uluru… You basically stand between the sun and this massive rock and yes, it changes its colour… but a leaf in the dark is also more black and then kind of dark-green and then a middle-green :D).
After that we joined a guided group on the Mala-walk,where we learned about the Aboriginal Mala-story and how they have lived around Uluru. Luckily we had a few visitors in our group that had visited Ayers Rock in the 70s and were told that at this time, when the governmentchad taken the rock from the Aboriginies and had turned it into a national park, it was possible to camp right at the base of the Uluru, to stand in sacred places and take pictures and even take pieces of rock with you (today you can get fined up tp $8500 for that!).
We saw rock paintings, the kitchen, the waterhole and many other places and when the tour ended three hours later we had gained a lot of new knowledge.

The climb up Uluru was not allowed on that day due to strong winds on the summit and so we did not really have to overthink the question wheather to do it or, out of respect for the indigenious people, do not, as they only climb the mountain for important ceremonies and ask the visitors not to do so, because they already had more than 36 deaths there (because of heart attacks in the heat or simply falling off the rock) and they feel responsible if something like this happens in their area.
As we still had not eaten by then we could not have made the ascent anyway and so we went to the Cultural Centre to have some food and a look at the exhibitions and informations there.
For the second night we had a youth hostel room booked and as we were quite exhausted we used the afternoon for a nap and then enjoyed the sunset.
To end the evening in a nice way (our last real one in Australia!) we had tickets booked for the “Field of Light”, a giant light artwork, made by an English artist, that consists of thousands of little lights in different colours that glow in the middle of the dessert and create a beautiful atmosphere.

After sleeping in the next morning we visited a well done mixture of theatre and film that told an Aboriginal story and then headed back to the airport where we had a few drops of rain… It even follows us into the dessert! (By the way: Getting fuel in the nowhere costs as much as fuel in Germany!)

And that was the end of our Australian journey. We are a little bit sad but also happy to be home again soon. We have seen and done a lot, had great, new experiences but also a few sad ones. We absolutely do not regret our decision to spend a year in another country and can only recommend it!

Now it is time to slowly go home but before that another country is waiting for us 😉 More about that in our next blog! -s

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One Comment

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  1. Ingeborg Ernst May 3, 2016 — 8:23 pm

    Hallo Sabrina,
    bis hierher konnten wir Euch immer durch Australien folgen und das hat uns viel Spass gemacht, zumal wir manche Orte auch kannten. Nun aber seid Ihr verschwunden und wir müssen uns wohl gedulden, bis Ihr wieder auftaucht.
    Alles Gute für die ” Heimreise ” wünschen Oma und Opa !

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