Merry Christmas!

Weihnachten in Australien springt dich einfach so an. Du siehst es nur kommen, wenn du genau darauf achtest (ok, oder einfach die komplette Weihnachtsdeko in jedem Einkaufszentrum ignorierst, weil die so einfach überhaupt nicht in den Sommer passt und dich wunderst, warum es bitte Weihnachts-T-Shirts zu kaufen gibt. Hallo? Wer sieht denn unter dem dicken Wollpulli?), kurz vor dem Angriff bemerkst du seine Präsenz (und verfällst in Panik, rennst von Geschäft zu Geschäft um Geschenke zu finden und Essen zu kaufen) und dann ist es plötzlich da und du befindest dich mitten im Kampf mit den Massen an Essen und dem Geschenkpapier und dann herrscht nur noch ein heilloses Chaos: Verpackungen, Schleifen, unendlich viele Teller, die gespült werden wollen und dabei lässt dein nahezu platzender Magen gerade noch zu, dass das Atmen funktioniert. Und dann ist alles vorbei und du bist wieder mitten in der Hitze.

1919204_1206896646006441_5470713851240904430_nAber halt. Weihnachten? Da fehlt doch noch das ganze Prequel!
Also zurueck an die Kueste. Ich hatte ja urspruenglich geplant, Mount Kosciuszko, den hoechsten Berg Australiens, zu besteigen (ja, er ist nicht mal so hoch wie die Zugspitze, aber hoeher geht’s hier halt nicht), aber eine gewisse maennliche Begleitperson hatte 1003387_1206896639339775_2456307210186004151_nnicht wirklich Lust auf die 14km-Wanderung (und auf die ca. 100$, die uns Eintritt in den Nationalpark und ein One-Way-Liftticket kosten wuerden) und so musste er mich mit einem Alternativprogramm ueberzeugen. Kurzerhand wurde unsere Wanderung also um 10km verkuerzt und durch eine Tretbootfahrt ergaenzt. Und so wanderten wir entlang des Merimbula Lakes, genossen 284896_1206896636006442_3812904440910414279_nMittagessen im Tretboot, sahen eine Menge winziger Krabben und schafften es gerade noch rechtzeitig, das Boot zurueckzugeben.
Auf dem Weg nach Hause besorgten wir uns dann endlich endlich ein neues Autoradio, da unseres vor ca. 6 Monaten den Geist aufgegeben hatte. Zurueck bei Christine und Peter habe ich natuerlich gleich versucht es einzubauen. (Gaaanz einfach! Blaues Kabel an blaues Kabel und so weiter) Hat natuerlich nicht hingehauen. Also musste am naechsten Morgen der Fachmann ran. Ich hab wohl ein paar Sicherungen durchbrennen lassen. Hab mir gleich gedacht, die Batterie abzuklemmen, waere eine gute Idee gewesen. Naja, jetzt funktioniert’s!

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Juhu! Musik!

Danach traten wir unsere sechsstuendige Fahrt zurueck nach Leeton an. (Waaaas? Leeton? Schon wieder? Kommt ihr jemals nach Norden?! Jaaa, es ist fest eingeplant! Anfang Januar geht es endlich in die richtige Richtung. Aber wir hatten nunmal versprochen, dort Weihnachten zu verbringen und wir wollen ja kein Negativbeispiel fuer die Zuverlaessigkeit der Deutschen sein ;)) Hier ging dann gleich mal das Chaos los. Freitags musste der neue Reitplatz fertig gestellt werden, Essen vorbereitet, Ueberdachungen und Tische aufgestellt und letzte Einkaeufe erledigt werden, denn Samstags begann ein dreitaegiges Kinder-nedPony-Camp mit zehn Kindern und ihren Pferden, die alle verkoestigt und beschaeftigt werden wollten. Die naechsten Tage waren einfach wahnsinnig. Unser Job war es, Fruehstueck, Morning-Tea, Mittagessen, Afternoon-Tea und Abendessen zuzubereiten und auf den Tisch zu bringen. Nachmittags hatte ich zusaetzlich noch Ned, Sarahs Voltigier-Pferd, zu bewegen und so sammelte ich ein bisschen Springerfahrung mit ihm. Natuerlich alles bei ca. 35 Grad 😀
Und wenn man Montag Abend schon denkt, fast ist es vorbei, finden Dienstags natuerlich noch Reitlehrer-Pruefungen statt, bei denen

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Mal wieder Volti 🙂

angehende Coaches in  Longen-, Einzel- und Gruppenstunden geprueft werden. Ich war zwei Mal Pruefungsschueler fuer eine Anfaenger-Longe. Schon lustig, mal wieder Auf- und Absteigen beigebracht zu bekommen!

Danach waren drei Tage “Erholung” angesagt. Abgesehen vom Fuettern von sieben Pferden, Reiten, und Sebastian-Bespassen natuerlich. Samstags fuhren wir dann mit der ganzen Gastfamilie zurueck nach Canberra zu Linley, wo wir abends grillten, dann ueber Nacht blieben und am naechsten Morgen alle zusammen ins Kino fuhren, um den neuen Star Wars Film zu sehen. (Der mir tatsaechlich richtig gut gefallen hat, vielleicht wird es doch mal Zeit, mir alle Teile anzuschauen…) Nachdem wir dann noch eine heisse Schokolade bei Max Brenner hatten (die beste heisse Schokolade ueberhaupt, mit echter geschmolzener Schokolade! Nein, ich werde nicht gesponsert!) und beim Versuch, Sebastian im Skyzone Trampolinpark muede zu bekommen, scheiterten, ging es zurueck nach Leeton, wo wieder eine Art Alltag einkehrte.tree

Und dann war da ploetzlich Weihnachten. Unser erstes Weihnachten nicht daheim bei unseren Familien. Ziemlich seltsam! Seltsam war es auch, dass am 24. so rein gar nichts Besonderes passierte, denn die Geschenke gibt es erst am Morgen des 25. Dabei gibt es dann schon mal kleine Snacks, bevor nach der Bescherung alle zusammen fruehstuecken. Und sogar fuer uns gab es einige Geschenke 🙂 Zum einen von unserer Gastfamilie, zum anderen von unseren Familien, deren Pakete es tatsaechlich rechtzeitig nach Leeton geschafft hatten.
5711_1206896252673147_1076150967193488949_nZu Mittag gegessen wurde bei dem schoenen Wetter natuerlich draussen und, wie in Australien oft ueblich, Meeresfruechte und Fisch.
Und Abends haben wir uns dann alle ein wenig schick gemacht und versucht, auch nur ansatzweise das Weihnachtsmenue, das mit Sicherheit 10 chrPersonen satt bekommen haette, kleinzubekommen. Es gab Schinken, gefuellten Truthahn, Nussbraten, Gemuese, Weihnachtskuchen und Champagner. Zusaetzlich hatten wir Knallbonbons, aus denen kleine Ueberraschungen, eine Papierkrone und ein ziemlich schlechter Witz heraus sprangen. Den 26. “Boxing Day” haben wir dann dazu genutzt, Geschenke auszuprobieren und uns von der ganzen Voellerei zu erholen.

Sonntags sind Flo, Sarah, Sebastian und ich dann an den “Lake Blowering” in der Naehe von Tumut gefahren, um uns mit einer Freundin von Sarah und einigen anderen Leuten zu treffen. Dort konnten wir dann Wasserski und Kneeboards ausprobieren und liessen uns auf Donuts durchs Wasser ziehen.

Flo war tatsaechlich ein Naturtalent, ich habe ein paar Versuche gebraucht, aber am Ende skieten wir beide ohne Probleme hinter dem Boot her. Kneeboarding war dann aber doch noch einmal eine Nummer schwerer, da man darauf liegend, mit der Zugleine in der Hand, anfaengt und sich, sobald das Board aus dem Wasser kommt, mit den Knien komplett darauf schieben muss. Wenn man nicht gleich ganz nach vorne kommt – keine Chance, da man das Gewicht ja nicht einfach mal kurz auf ein Bein verlagern kann.

1919204_1206896256006480_3946189651626954477_nJetzt sind wir wieder daheim, ich reite jeden Morgen (gegen 6:30, spaeter wird es einfach zu heiss), Flo macht sich so langsam beim Leichttraben an der Longe, wir gehen mit den Pferden im See schwimmen und gestern haben wir die neue Wachhuendin “Zuri” abgeholt, die mit ihren drei Monaten aber erst noch in ihre Rolle hineinwachsen muss.

Wir hoffen, ihr hattet alle ein schoenes Weihnachtsfest und rutscht gut ins neue Jahr! -s

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ENGLISH
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Christmas in Australia kind of jumps at you. You only see it coming if you really take care (ok, or you just ignore the whole christmas decoration in every mall because it absolutely does not fit into summer and you wonder why there is something like christmas t-shirts. Hello? Who should see them underneath the thick wool pullover?), just before it attacks, you can feel its presence (and panic, run from store to atore to find presents and buy food) and then it is suddenly there and you find yourself in the middle of a fight with tons of food and wrapping paper and then there is just chaos: packaging, bows, uncountable plates, that want to be cleaned up and at the same time your nearly exploding stomach just allowes you to breathe. And then it is all over and you are back in the heat.

But stop. Christmas? The whole prequel is missing!
Therefore, back to the coast. Originally I had plannedto hike to the top of Mount Kosciuszko, Australia’s highest mountain (yes, not even as high as the Zugspitze, but it just does not get any higher here) but a certain male companion was not really motivated to do the 14km hike (and to pay the nearly $100, we would have to pay for the entry in the national park and the one-way lift ticket) and so he needed to convince me with an alternative programm. And so our hike got shortened to 4 km and a paddleboat added. We walked along the Merimbula Lake, enjoyed lunch at the paddleboat, saw a lot of little crabs and managed it just in time to bring the boat back.
On the way home we finally organised a new radio for the car, because ours died about 6 months ago. Needless to say that back at Christine’s and Peter’s I tried to built it in straight away. (Totally simple! Blue wire on blue wire and so on) Of course it didnot work. And so a specialist had to fix it the next morning. Obviously I blew some fuses. I thought it would have been a good idea to disconnect the battery. Well, now it works!

After that we started our six hour drive back to Leeton (Whaaat? Leeton? Again? Do you get north at all?! Yes, it is planned! Beginning of January we leave in this direction. But we had promised to spend christmas here and we really do not want to be a negative example for the German reliability ;)) Then the chaos started. On friday the new riding arena had to be finished, food had to be prepared, tents and tables set up and the last shopping be done, because on Saturday a three day pony camp with ten children and their horses started that all wanted to be fed and entertained. The next days were just crazy. Our job was to make up breakkie, morning tea, lunch, afternoon tea and dinner. Additionally I had to work Ned, Sarah’s vaulting horse and so I gained some jumping experience with him. Of course that all happened in 35 degree heat 😀
And when you think on Monday night it is nearly over, it is needless to day that there is a coaching day on Tuesday where future riding instructors had to demonstrate their skills in lunging, individual and group lessons. I was a guinea pig for two beginner lunge lessons and it was fun to learn again how to mount and dismount a horse!

After that we had three days of “relaxing”, despite feeding seven horses, riding and entertain Sebastian of course. On Saturday we drove back to Canberra with our whole host family to have a barbecue, stay over night and see the new Star Wars movie on the next morning. (Which I really liked, maybe it is time to see all the other episodes, too.) After having a hot chocolate at Max Brenner (the best hot chocolate ever, made with real melted chocolate!) and failed with getting Sebastian tired at Skyzone, we drove home to Leeton.

And then, suddenly, there was christmas. Our first christmas without our families. Really weird! It was also weird that there was not anything special about the 24th, because you are having presents at the morning of the 25th. During unwrapping them you already have some snacks and after the handing out of the presents we had a big breakkie. And even for us there were some presents 🙂 On the one hand from our host family and on the other from our families who’s presents actually made it in time to Leeton.
Because we had such nice weather we had lunch outside and had, typical for Australia, seafood.
For dinner we all dressed up a little bit and tried to, at least rudimentarily, eat the christmas menue that would have fed at least ten people. We had ham, filled turkey, nut roast, vegetables, christmas pudding and champagne. And we had christmas crackers, filled with little surprises, a paper crown and a really bad joke. The 26th, “Boxing Day”we spent testing our presents and recover from all the eating.

On Sunday Florian, Sarah, Sebastian and I went to “Lake Blowering” near Tumut, where we met a friend of Sarah and some other people. We could try waterskiing and kneeboarding and were pulled around on donuts through the water. Flo was naturally talented, I needed a few tries but in the end we both skied behind the boat without any trouble. Compared to that kneeboarding is a bit more challenging, because you start lying on the board with the handle in your hands and as soon as the bpard comes out of the water you have to push your knees up nearly to the top. And if you, like I did, cannot manage ut to get yor knees all the way up in one go – no chance, because you cannot just put weight on one leg to get the other one forwards.

Now we are back home, I ride every morning (around 6:30, later it is just to hot), Flo slowly gets better with rising trot on the lunge, we take the horses for swims in the dam and today we picked up the new guard dog “Zuri” who still has to grow into her job as she is only three months.

We hope you had a great christmas and a happy new year! -s

 

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2 Comments

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  1. Hallo Sabrina und Florian,
    jetzt wissen wir also, wie in Australien Weihnachten verläuft. Schade, daß es nur um Geschenke und Essen geht und nicht um den Geburtstag Jesu.
    Inzwischen seid Ihr vielleicht wieder unterwegs zu neuen Abenteuern. Wir hoffen, Ihr erlebt dabei nur Schönes!
    Oma und Opa

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    • Ja, da hast du recht. Hier gab es auch keine Krippe oder irgendwer ist in den Gottesdienst gegangen. Aber das kommt wohl sehr auf die Familie an. Aber in einer nicht christlichen Familie kann man Weihnachten ja auch einfach als Fest feiern, in der die ganze Familie zusammen feiert und sich beschenkt, auch wenn das den eigentlichen Grundgedanken verfehlt. Aber es stimmt, das war mein zweites Weihnachten, bei dem ich nicht in der Kirche war! (Ich glaube, einmal war ich krank…)
      Wir sind noch in Leeton, allerdings nur noch ein paar Tage, dann geht es weiter. Ich werde berichten!
      Liebe Gruesse
      Sabrina

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