Alles Mist… oder?

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Es läuft nur nicht immer alles nach Vorstellung! Aber dazu später mehr 😉
(“Awas” heißt hier übrigens “Achtung”)

Mittwoch Abend waren wir echt froh wieder im Flieger zu sitzen… die Flughafenliegen wurden mit der Zeit doch ungemütlich und so landeten wir Donnerstag Morgen noch in dichten Nebel gehüllt in Kuala Lumpur.
Hier bekamen wir dann auch endlich endlich unsere Rucksäcke zurück, endlich wieder Haare kämmen und aus dem dicken Pulli rauskommen! (Keine Sorge, Zahnbürste und Pasta hatten wir im Handgepäck ;))
Bis Chinatown haben wir es tatsächlich geschafft, ohne die klimatisierte Umgebung verlassen zu müssen (Busse und Bahnen sind hier höchstens 20 Grad warm und sauberer als in Deutschland!), dann mussten wir uns doch an die schwüle Luft begeben und das mit langen Hosen… Ich glaube uns ist der Schweiß ganz schön von der Stirn gelaufen, als wir nach gefühlten 300 Umwegen endlich das Hostel gefunden hatten.
In Malaysia ist es zuhause Brauch, die Schuhe auszuziehen und das hat unser Hostel, wie viele andere auch, übernommen, also türmte sich neben der Tür ein riesiger Schuhberg. Unser Zimmer und auch sonst alles war echt in Ordnung, sauber, relativ leise und mit Klimaanlage auch aushaltbar, einzig die anderen Hostelbewohner waren nicht sehr gesprächig und wir vielleicht noch zu schüchtern (wenn die denn mal den Mund aufmachen, kommt da so gutes Englisch raus :D)
Am ersten Tag haben wir uns noch ein Mittagsschläfchen gegönnt, wpid-img-20150501-wa0004.jpeg
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dann wurde die “Petaling Street”, eine Straße in der Nähe mit unzähligen Marktsänden, erkundet, zu Abend gegessen und im Hostel den nächsten Tag geplant, der dann doch ein bisschen ereignisreicher werden sollte.
Freitag morgen startete toootal international mit einem Kaffee bei Starbucks…

Nachdem wir dann zu etwas zu gebrauchen waren, setzten wir uns in eine der beiden Buslinien, die quer durch die Stadt fahren (natürlich voll klimatisiert, kostenlos und mit WLAN, die wirklich wichtigen Dinge haben Schwellenländer uns dann eben doch vorraus ;)) und gewannen ein paar Eindrücke durch die Fensterscheibe (Hupen scheint hier Lieblingsbeschäftigung, wir möchten hier nie Autofahren (vor allem nicht mit Linksverkehr!), rote Ampeln sind hauptsächlich zur Deko geeignet und die Menschen sind gefühlt den halben Tag dabei irgendetwas zu putzen).
Ein Muss war natürlich die Besichtigung der “Petronas Towers” (ok.. es sind zwei riesige Türme mit einer Brücke zwischendrin, aber der Park davor ist echt schön!).
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Ich weiß nicht mehr wie (wahrscheinlich mal wieder der Hunger), aber danach sind wir im Luxus-Kaufhaus von KL gelandet, überall Prada, Gucchi und Armani, allerdings auch nicht zu erschwinglicheren Preisen als zuhause (außerdem, wer kauft da, wenn er DIE Straße für Markenplagiate direkt vorm Hotel hat? :D).
Den Nachmittag haben wir im Vogelpark verbracht, der behauptet, die größte begehbare Freiflugvoliere der Welt zu haben.
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Wir hatten zwar gehofft, dass noch weniger Vögel in Käfigen sitzen, aber es war definitiv ein Erlebnis was von der ersten Begegnung mit den freilebenden Affen, die sich in Mengen auf dem Vogelparkgelände auf Futtersuche machen, getoppt wurde.

wpid-img_20150501_224408.jpg Unser “letzter Abend” in KL begann  dann mit einem Whisky-Tasting rund  um die Welt (der billigste aus Irland  war definitiv der Beste), ging weiter  zur “Deutschen Bar” gegenüber  (schon Heimweh :D) und dann durch  eine weitere Marktstraße, an der wir  Fonduespieße mit Hühnchen, Brokkoli, Tofu (den die hier echt vieel besser hinbekommen, als in Deutschland) und Pilzen gegessen haben.

Samstags wurden wir mit Regen geweckt – ob das schon eine Vorwarnung war?
Als dieser sich halbwegs verzogen hatte, fuhren wir mit der Bahn zu den “Batu Caves”, das sind riesige Kalksteinhöhlen nördlich von KL, in denen sich viele Hindu-Tempel befinden. Natürlich sind wir erst einmal in die Touri-falle getappt und durch einen Teil der Höhle gekrakselt, der voll mit Lichterketten und kitschigen Hindu-Figuren war.
Ein paar Meter rechts kamen wir dann zum eigentlichen Aufstieg zum Hauptteil der Höhlen, der über 200 Treppenstufen hinaufführt.
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Auf dem Weg wird man, wie im Vogelpark, ständig von Makaken-Affen begrüßt, die einem, wenn man nicht aufpasst, Essen oder Trinken aus der Hand reißen. Oben angekommen gab es ein paar weitere kleine Tempel zu sehen, jedoch alles sehr touristisch. Toll sind allerdings die ganzen Durchbrüche zum Himmel, durch die das Licht in die Höhlen fällt und natürlich die unzähligen Affen, die überall über die Felsen und auch Besucherfüße flitzen.
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Zurück im Hostel schulterten wir die Rucksäcke und machten uns auf die Suche nach dem Busterminal, an dem uns ein Bus nach Ipoh bringen sollte. (Ipoh liegt zwischen KL und den Cameron Highlands, wo wir eigentlich hin wollten… Da wir aber zu spät dran waren mit Buchen, hätte ein Hotelzimmer mindestens 50€ pro Peron gekostet und das ist für malaysische Verhältnisse schon sehr sehr teuer. Also eine Nacht hier, Ipoh anschauen und dann Sonntags weiter zum gebuchten Hotel in den Highlands, soweit der Plan)
Bus gefunden und los gings, irgendwann parkten wir auf einem Rastplatz und der Busfahrer machte uns mit seinen wenigen Brocken Englisch verständlich, dass wir in einen anderen umsteigen müssten. Dieser war dummerweise voll. Also auf einen dritten warten. Und weiter ging es, bis zu einem Busterminal weit außerhalb der Stadt. Taxis sind auch hier nicht gerade billig, also veruchten wir es mit dem Bus. 10 Leute gefragt, 10 verschiedene Linien gesagt bekommen. Und natürlich wurde unser Hotel mit einem mit einem ähnlichen Namen verwechselt, was uns die Dame an dessen Rezeption klar machte und uns weiter schickte.
So marschierten wir mit unseren Rucksäcken die Schnellstraße entlang, bis wir wieder auf Menschen vor einem kleinen Café trafen. Auch die hatten keine Ahnung, liefen aber gleich in die Nachbarwerkstatt und fragten dort nach… Nachdem wir dann von 5 Malayen umringt waren, sollten wir einem von ihnen folgen, der sich freundlicherweise von selbst dazu bereit erklärte uns in die Gegend zu fahren, in der er das Hotel vermutete – Gott sei dank, es war noch ein ganzes Stück entfernt. Wir hatten zwar ein leicht mulmiges Gefühl, aber immerhin hatten wir ihn ja angesprchen und waren nicht irgendwo aufgegabelt worden. Es war auch vollkommen unnötig, er brachte uns bis ans Hotel und wartete sogar um sich zu versichern, dass wir wirklich richtig waren, wir müssen wohl wirklich fertig ausgesehn haben 😀
Das Hotel allerdings wusste nichts von unserer Buchung (da hätten wir auch in das vorige gehen können…) und sah nicht besonders einladend aus… Wie die booking.com-Bilder täuschen können. Wirklich weg kommt man hier auch nicht und es war bereits 19 Uhr, als wir ankamen, also suchten wir beim Chinesen drei Häuser weiter nach etwas Essbarem. Die chinesische Karte konnten wir ja leider nicht lesen, also bestellten wir einmal irgendwas mit Hühnchen und irgendwas mit Gemüse. Auf dem Rückweg, begegneten wir einigen Geckos und hofften, sie würden die Moskitos fangen, verstochen waren wir komischerweise sowieso schon. Gut, dass wir uns nicht im Malaria-Gebiet befinden.

Tut mir leid, falls die Bilder und der Text etwas ungeordnet zusammen liegen, das Netbook verweigert die letzten Tage jeden Kontakt mit dem Internet und vom Smartphone aus lässt sich nichts überblicken. Ich hoffe, das wird bald wieder! -s

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2 Comments

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  1. Ich liege hier entspannt auf der Couch, draußen eine leichte Brise, Raumtemperatur angenehme 23°C, jeder versteht, was ich sage und ich weiß genau, was ich esse… und trotzdem würde ich grad furchtbar gern mit euch tauschen!!

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  2. So langsam klingt es nach Abenteuer, finde ich!

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